Fleisch essen oder Vegetarisch

Anmerkung für die Leser:  Um den Artikel vollinhaltlich zu verstehen, lesen Sie bitte über die drei feinstofflichen Grundkomponenten Sattva, Raja und Tama.

1. Einführung in die spirituelle Betrachtung: Vegetarisch oder Fleisch essen?

Es gibt eine umfangreiche Debatte darüber, ob es besser ist, Vegetarier oder Nicht-Vegetarier zu sein. Menschen auf beiden Seiten sind schon ziemlich festgefahren in ihrer Argumentation und schwören darauf, Fleisch zu essen bzw. kein Fleisch zu essen sei besser. Jedoch gibt es einen weltweit zunehmenden Trend zum Vegetarismus. In diesem Artikel erforschen wir das Thema aus spiritueller Sicht.

2. Spirituelle Reinheit von vegetarischer Nahrung bzw. Fleisch

In unserem Artikel über Sattva, Raja und Tama, den drei feinstofflichen Komponenten des Universums, haben wir erklärt, wie alles im Universum auf feinstofflicher Ebene aus diesen drei feinstofflichen Komponenten geschaffen ist.

Die 3 Komponenten Eigenschaften Adjekiv Beispiel
sattva Reinheit und Wissen sattvisch Ein sattvischer Mensch lebt, um der Gesellschaft zu dienen – ohne Erwartung von Anerkennung, Belohnung oder anderer Hintergedanken
raja Handeln, Bewegung und Leidenschaft rajasik Ein rajasiker Mensch hat mehr seinen eigenen Vorteil im Sinn und lebt für seine persönlichen Ziele
tama Unwissenheit und Faulheit tamasik Ein tamasiker Mensch hat keinen Skrupel, andere zu verletzen oder der Gesellschaft zu schaden

Unsere Nahrung ist hierbei keine Ausnahme und besteht, wie alles andere auch, aus den feinstofflichen Sattva-, Raja- und Tama-Grundkomponenten. Das Verhältnis dieser feinstofflichen Grundkomponenten variiert je nach Art der Nahrung. Sattva steht für Reinheit und Wissen, während Tama mit Unwissenheit und Faulheit (Trägheit) in Verbindung steht. Alles, was eine hohe Sattva-Komponente hat, hilft uns bei unserem spirituellen Weg und alles, was vorherrschend Tama ist, stört oder blockiert unsere Spirituelle Praxis.

Durch spirituelle Forschung erhielten wir die Information über die feinstofflichen Komponenten vegetarischer und nicht-vegetarischer Nahrung.

Vergleich der feinstofflichen Komponenten von vegetarischer und nicht-vegetarischer Nahrung  

Bitte beachten Sie: Diese Analyse ist ein Mittelwert von jeder Nahrungsmittel-Art. Fisch gehört zu den nicht-vegetarischen Nahrungsmitteln und enthält nur geringfügig weniger Tama als weißes oder rotes Fleisch. Innerhalb der verschiedenen Kategorien unterscheiden sich die Sorten nur marginal. So ist der Unterschied zwischen Hammel und Huhn bei den nicht-vegetarischen Nahrungsmitteln nur geringfügig, was Sattva, Raja und Tama betrifft.

Der Grund für den Anstieg des Tama im Fleisch nach der Tötung des Tieres hängt zusammen mit den Qualen in Verbindung mit der Tötung. Auch sind Gedanken/Gefühle von Wut und Rache im Tier viel ausgeprägter als bei Pflanzen, die einen vergleichsweise nur rudimentären Geist und Intellekt besitzen. Dies ist der Hauptgrund des Anstiegs der Tama-Komponente.

Wie Sie aus der obigen Tabelle entnehmen können, hat eine vegetarische Ernährung einen höheren Anteil an Sattva. Als Folge des Tamas im Fleisch ist der Verzehr von nicht-vegetarischer Nahrung eine tamasike Aktivität.

2.1 Ein sensitives Bild von Fleisch

Das nachfolgende Bild zeigt, wie ein gesund erscheinendes Stück Fleisch aussieht, wenn wir es durch die Vision des Sechsten Sinns (sensitive Wahrnehmung) sehen könnten. Gezeichnet wurde es von Frau Yoya Vallee (Paris, Frankreich).

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2.2 Ein sensitives Bild einer Banane

Das untere Bild zeigt, wie eine sattvische Frucht wie z.B. eine Banane aussieht, wenn wir sie mit dem Sechsten Sinns wahrnehmen. Das Bild wurde von Frau Yoya Vallee (Paris, Frankreich) gezeichnet.

 

Wegen ihrer höheren Sattvika wird die Frucht auch bei der rituellen Verehrung Gottes dargebracht.

2.3 Auswirkung der Behandlung der Tiere in Massentierhaltungen (Tierfabriken) auf das Fleisch

2.3.1 Behandlung der Tiere vor der Schlachtung

In Tierfabriken (Massentierhaltungen) werden Tiere weltweit oft wie ein Rohstoff behandelt, der zugunsten eines materiellen Gewinns ausgebeutet wird. In der Tierhaltung hat diese Einstellung zu institutionalisierter Tierquälerei, massiver Verwüstung der Umwelt und Raubbau an Ressourcen und Tieren geführt, und ist inzwischen zu einem Gesundheitsrisiko für Menschen und Tiere geworden. Das Folgende ist ein Video von Farm Sanctuary, das die Misshandlung von Tieren zur Fleischerzeugung zeigt.

Aus spiritueller Sicht ist es eine Sünde, Tiere zu quälen und zu schlachten. Nachzulesen unter Absatz 3.3.

2.3.2 Hat die Art der Schlachtung eine spirituelle Wirkung auf das Fleisch?

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Manche Gesellschaften verlangen, dass ein Tier auf eine bestimmte Art und Weise geschlachtet wird, da es sonst verboten ist, es zu verzehren. In Schlachthöfen ist es allgemein üblich, das Tier mit einem Elektro-Schocker oder mit einem Betäubungsschussgerät zu betäuben. Dies macht das Tier bewusstlos, bevor ihm im weiteren Verlauf die Halsschlagader und die Vene mit einem Messer durchtrennt werden. Bei diesem Vorgang tritt anschließend das Blut aus und das Tier stirbt durch Verbluten.

In manchen Gesellschaften wird jedoch verlangt, dass bei der Schlachtung der Tiere die Hauptschlagader ohne die vorherige Betäubung des Tieres durchschnitten wird, so dass das Tier verblutet. Nur dann darf das Fleisch gegessen werden. Dieses Verbluten kann bis zu zwei Minuten dauern. Tierschützer protestieren dagegen und meinen, es sei grausam und äußerst schmerzhaft für das Tier. Sprecher dieser Gemeinschaften jedoch behaupten anderseits, es gäbe keinen Unterschied in der Schmerzempfindung. Sie versichern, durch das Durchtrennen der Hauptschlagader erfolge die Ausblutung des Tieres plötzlich und schnell. Wegen des sofortigen Absinkens des Blutdrucks entstehe eine Blutleere im Gehirn und das Tier komme nicht mehr dazu, Schmerzen zu empfinden. (Nachzulesen auf: BBC.com 2003)

Als wir spirituelle Forschungen über diese Thema anstellten, entdeckten wir, dass:

  • Ein sterbendes Tier genau so viel Schmerz fühlt wie der Mensch, wenn er ermordet wird. Es gibt wohl einen Unterschied im Begreifen dieses Schmerzes, was von der Entwicklung des Geistes und Intellektes des Tieres abhängt. Das Leben eines Tieres ist zum Großteil auf Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung konzentriert, Menschen hingegen haben mehr Lebensaspekte, mit denen sie verhaftet sind, und daher ist auch der gefühlte Schmerz größer.
  • Wenn Tiere auf die Art und Weise geschlachtet werden, wie es von den oben angeführten Gemeinschaften gefordert wird, wird die Qual der Tiere deutlich vergrößert. Auf einer Skala von 1 bis 100 – wobei 100 Einheiten den Schmerz des Tieres darstellen, den es erleidet, wenn es langsam umgebracht wird, indem man Teile seines Körpers abschneidet – sind es

    • 30 Einheiten bei einer Schlachtung in einem normalen Schlachthof
    • 50 Einheiten bei einer Schlachtung nach den oben angeführten Vorschriften bestimmter Gesellschaften
  • Als Folge der stärkeren Schmerzen steigt die Tama-Komponente im Fleisch an. Diese ist auch teilweise verursacht durch verstärkte Gedanken der Wut des Tieres gegenüber den Menschen, welche es auf schmerzhaftere Art töten.

Das Paradoxe ist, dass jene Gemeinschaften diese Schlachtmethoden vorschreiben, um das Fleisch nach ihrem Glauben zum Verzehr zulässig zu machen. Die spirituelle Unreinheit wird tatsächlich aber größer und sie nehmen Fleisch mit einer höheren Tama-Komponente zu sich. Die folgenden sensitiven Wahrnehmungen zeigen dies auch an:

Die Veränderung der feinstofflichen Komponenten im Fleisch je nach Schlchtungsmethode

Das Tier betäuben und anschließend die Halsschlagader durchtrennen Die Halsschlagader durchtrennen und dann das Tier ausbluten lassen
Sattva 8% 5%
Raja 17% 17%
Tama 75% 78%
Gesamt 100% 100%

Bei den obigen Ergebnissen können wir bei gleichzeitiger Abnahme der Sattva-Komponente den Anstieg der Tama-Komponente erkennen.

2.4 Erleiden Pflanzen, die wir töten, nicht auch Schmerzen?

Ja, auch Pflanzen erleiden Schmerz, wenn wir sie töten oder Teile von ihnen abtrennen. Ihr Begriffsvermögen ist jedoch geringer als das der Tiere. Der Grund dafür ist, dass der Geist und Intellekt der Pflanzen verschwindend klein ist im Vergleich zu den der Tiere. Wenn allerdings eine Frucht oder ein Gemüse reif geerntet wird oder voll reif vom Baum fällt, so ist dies für die Pflanze fast schmerzlos.

2.5 Arten der Fleischzubereitung

Wenn Fleisch gegrillt oder gebraten wird, gibt es drei Zubereitungsmöglichkeiten – roh (blutig), mittel (medium) oder durchgebraten. Roh oder blutig ist nahe am rohen Fleisch. Es ist innen noch rot und nur außen abgebraten. Anderseits ist durchgebratenes Fleisch außen scharf gebraten, durch und durch braun und innen etwas zäher.

Menschen, die ihr Fleisch blutig mögen, werden eher von negativen Wesenheiten (Geistern, Dämonen usw.benutzt oder besessen. Das rohe Fleisch, welches sie bevorzugen, lieben auch die Arten der negativen Wesenheiten, die man Dämonen nennt. Steaks, die gut durchgebraten sind, haben weniger Tama in sich als solche, die blutig oder medium zubereitet sind.

2.6 Wie lange dauert die Wirkung des verstärkten Tama an?

Wenn tamasike Nahrung regelmäßig konsumiert wird, ist der Körper mit einem Übermaß an Tama belastet. Ein Anstieg der Tama-Komponente in einem Menschen hat viele negative Nebenwirkungen. Dieses Tama kann sich nur auflösen, wenn wir Spirituelle Praxis nach den sechs Grundprinzipien der Spirituellen Praxis machen. Da aber die meisten Leute keine Spirituelle Praxis machen, sammelt sich das Tama in ihrem Körper, Geist und Intellekt an.

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Wenn jemand mit einem durchschnittlichen spirituellen Niveau zum Vegetarier wird, braucht es ungefähr 30 Jahre, um die Wirkung des feinstofflichen Tama-Anteils zu neutralisieren, der sich durch seine nicht-vegetarische Ernährung vermehrt angesammelt hat.

Sogar wenn jemand die Ernährung auf der Stelle umstellt und 4–5 Stunden täglich Spirituelle Praxis macht (nach den sechs Grundprinzipien), dauert es 5 Jahre, um das Mehr an Tama abzubauen. Wenn er seine Ernährung nur langsam umstellt, braucht er mit Spiritueller Praxis 10 Jahre, um die krankmachenden Wirkungen der stark tamasiken, nicht-vegetarischen Kost zu überwinden.

2.7 Sind die Eckzähne der Menschen nicht für den Fleischkonsum gedacht?

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Die Eckzähne bei Menschen sind dazu da, um Nahrung auseinander zu reißen. Befürworter der nicht-vegetarischen Ernährung behaupten, Gott habe uns die Eckzähne für den Fleischkonsum gegeben. Dies ist jedoch kein Argument. Es ist, als ob wir sagen würden, nur weil wir Nägel haben, müssten wir andere damit kratzen, so wie Tiere es tun. Nur weil Menschen über Eckzähne verfügen, bedeutet dies nicht, dass sie Fleisch essen müssen.

Aus spiritueller Sicht ist der Zweck des Lebens, sich mit Gott wiederzuvereinigen (die Gottesverwirklichung). Der Hauptunterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass nur menschliche Wesen einen Geist und einen Intellekt haben, die zu sattvischen Aktivitäten hin gerichtet werden können, um so der Gottesverwirklichung näher zu kommen. Dementsprechend ist es spirituell empfehlenswert, dass Menschen nicht nachmachen, was Raubtiere tun und fressen.

2.8 Eine spirituelle Betrachtung über den Konsum von Zwiebel und Knoblauch

8_onion-and-garlic-vegetarian-dietManche Gemeinschaften lehnen Zwiebel und Knoblauch ab. Was ist nun die spirituelle Perspektive dazu? Zwiebel und Knoblauch beinhalten eine höhere Menge an Raja. Deshalb werden in der ayurvedischen Wissenschaft Zwiebel und Knoblauch als Appetitanreger verwendet. Der Anstieg des Raja durch den Verzehr von Zwiebel und Knoblauch in Maßen ist ziemlich schnell überwunden, wenn die Person mittlere (4–5 Stunden täglich) bis intensive (10–12 Stunden täglich) Spirituelle Praxis macht. Das dabei entstehende Sattva neutralisiert das Mehr an Raja.

2.9 Eine spirituelle Betrachtung über Milch, Quark und Käse

  • Das Trinken von Kuhmilch stärkt das Sattva in uns. Von allen Milchsorten ist Kuhmilch (besonders die der indischen Kühe) die sattvischste.
  • Topfen (Quark) und Buttermilch sind weniger sattvisch als Milch.
  • Wenn andere Produkte aus Milch hergestellt werden (speziell durch den Prozess der sogenannten „Veredelung“ der Milch wie bei Käse usw.), vermindert sich die Sattva-Komponente und die feinstoffliche Tama-Komponente steigt an.

3. Wirkung der Essgewohnheiten auf Menschen

3.1 Auf der körperlichen Ebene

Bei nicht-vegetarischer Ernährung ist aufgrund der erhöhten Tama-Komponente die Gefahr viel größer, auf verschiedenste Art zu erkranken.

3.2 Auf der psychologischen Ebene

Bei nicht-vegetarischer Ernährung ist wegen der erhöhten Tama-Komponente die Gefahr, an verschiedenen Krankheiten zu leiden, stark erhöht.

3.3 Auf der spirituellen Ebene

  • Der höhere Gehalt an Sattva in vegetarischer Nahrung ist für die Spirituelle Praxis höchst förderlich.

    essgewohnheiten-spirituelle-praxis

    Ein Beispiel: Matthias hat ein spirituelles Niveau von 30%. Er beginnt mit einer täglichen Spirituellen Praxis von 4–5 Stunden nach den 6 Grundprinzipien. Wenn alle Faktoren gleich sind, könnte er das spirituelle Niveau von 40% 20 Jahre früher erreichen, wenn er sich entschließen könnte, vegetarisch zu leben, anstatt sich von Fleisch zu ernähren.

    Um sich mit Gott wiederzuvereinigen, ist es notwendig, die drei feinstofflichen Komponenten zu transzendieren. Daher ist es notwendig, mittels unserer Spirituellen Praxis unsere Vorlieben und Abneigungen zu überwinden und über sie hinauszugehen, da auch diese aus den 3 feinstofflichen Grundkomponenten gebildet sind. Dies gilt für alle praktischen Zwecke bis zu einem spirituellen Niveau von über 90%. Ab diesem Niveau spielt es in Bezug auf die 3 feinstofflichen Komponenten in uns keine Rolle mehr, was wir zu uns nehmen.

  • Durch eine mehr tamasike Ernährung ist jemand viel anfälliger für Angriffe von negativen Wesenheiten (Geistern, Dämonen usw.). Wenn alle anderen Faktoren gleich sind, wird ein Nicht-Vegetarier um 20% eher von negativen Wesenheiten besetzt als ein Vegetarier. Der Grund dafür ist, dass Fleisch eine Nahrungsmittel-Gruppe ist, die bei dämonischen Kräften beliebt ist. Gottsuchende, die als Teil ihrer Spirituellen Praxis Spiritualität in der Gesellschaft verbreiten helfen, sind sogar noch mehr gefährdet, angegriffen zu werden, wenn sie nicht-vegetarische Nahrung zu sich nehmen. Höhere negative Wesenheiten nutzen den Vorteil, dass die feinstoffliche Tama-Komponente ansteigt, um sie zu bedrängen.
  • Begehen wir eine Sünde, wenn wir nicht-vegetarische Nahrung essen?

    Die Antwort lautet: Ja, wir begehen eine Sünde, wenn wir etwas töten, sei es nun eine Pflanze oder ein Tier. Auch tragen wir unachtsamer Weise Mitschuld an der Misshandlung von Tieren in Massentierhaltungen und Schlachthäusern, wenn wir deren Fleisch essen. Menschen, die das Fleisch essen, tragen ebenso die Schuld am Leid der Tiere, wenn auch nicht so sehr wie die Personen, die die Misshandlungen ausführen und die Tiere töten. Menschen, die in Tierfabriken (Massentierhaltungen) arbeiten, laden sich 70% der Schuld (Sünde) auf, jene, die das Fleisch konsumieren, 30%. In vielen Fällen sind Menschen, die in Schlachthäusern arbeiten, von negativen Wesenheiten besessen, was einer der Gründe für ihre gefühllose Einstellung Tieren gegenüber ist. Die Arbeiter werden von negativen Wesenheiten besetzt, weil ihre Arbeit den Vorlieben der negativen Wesenheiten (Geistern, Dämonen, usw.) entgegenkommt.

    Die Sünde, wenn wir Pflanzen umbringen, wiegt weit weniger schwer als bei Tieren, da die Schmerzempfindung der Pflanzen wegen ihres unentwickelten Geistes und Intellektes geringer ist.

    Wenn wir jedoch Spirituelle Praxis (nach den sechs Grundprinzipien der Spirituellen Praxis) machen, heben wir diese Sünde durch unsere tägliche Spirituelle Praxis auf. Da aber heutzutage kaum jemand Spirituelle Praxis macht, werden diese Sünden nicht aufgehoben, sondern angesammelt. Pflanzen und Tiere umzubringen, ist natürlich eine weitaus geringere Sünde, als Menschen zu töten. Menschen haben das Potenzial, Gott zu verwirklichen, sich mit Ihm wiederzuvereinigen, und indem wir sie töten, nehmen wir ihnen diese Chance. Unter allen Tieren ist die Kuh das sattvischste, daher ist auch die aufgenommene Schuld bei der Tötung einer Kuh die schwerste verglichen mit anderen Tieren.

  • Wenn jemand ein spirituelles Niveau von 60% erreicht hat, macht es keinen großen Unterschied, ob er nun Fleisch isst oder nicht. Aus Sicht der spirituellen Entwicklung ist die Fähigkeit, mit Spiritueller Emotion (Bhav) zu chanten, von weitaus größerer Bedeutung als die Ernährung. Wenn wir diese beiden Faktoren für jemanden mit einem spirituellen Niveau von 60% auf einer Skala vergleichen, zeigt die spirituelle Wissenschaft Folgendes:

    • Die feinstoffliche Sattva-Komponente eines Menschen, der vegetarische Nahrung zu sich nimmt, steigt dadurch um 0,0001%.
    • Wenn wir jedoch mit Spiritueller Emotion chanten (den Namen Gottes kontinuierlich wiederholen), steigt die feinstoffliche Sattva-Komponente um 5%.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass, wenn ein Gottsuchender über 60% weiterhin nicht-vegetarisches Essen zu sich nimmt, dies sein spirituelles Wachstum beeinträchtigen kann, da seine Spirituelle Praxis dafür verwendet wird, die entstandene Sünde aufzuheben. Wenn das spirituelle Niveau eines Menschen wächst, wird er allgemein Sattva-dominanter. In der Folge werden solche Menschen sempfindlicher und fühlen sich vom Tama in nicht-vegetarischer Nahrung abgestoßen. Daher sind Menschen mit einem höheren spirituellen Niveau gewöhnlich Vegetarier, da sie Distress empfinden, wenn sie nicht-vegetarische Nahrung zu sich nehmen (Distress sind Leiden, Probleme, Schwierigkeiten usw. , deren Ursache spirituell ist).

4. Einige Verhaltensregeln für nicht-vegetarische Ernährung / Fleisch essen

  • Wenn wir es nicht schaffen, dauerhaft kein Fleisch zu essen, so sollten wir wenigstens während der folgenden Zeiten darauf verzichten: Zur Zeit des Sonnenauf- und -untergangs, während einer Sonnen- oder Mondfinsternis, zwei Tage vor, nach und an Voll- und Neumondtagen. Zu allen diesen Zeiten sind negative Wesenheiten aktiver und können das Mehr an Raja-Tama in der Umwelt (in diesem Fall unserem Körper) besser für ihre Ziele ausnutzen. (Wir haben Sonnenaufgang dazu genommen, denn obwohl es eine sattvische Zeit ist, gibt es immer noch ein wenig Einfluss von der Dunkelheit, die Tama-dominant ist.)
  • Wenn wir es mit unserer Spirituellen Praxis ernst meinen, ist es empfehlenswert, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren.