Leben nach dem Tod – Was passiert wenn wir sterben?

Über den Inhalt

Die unzähligen Fälle von Erfahrungen aus vergangenen Leben, von denen berichtet und die auch recherchiert wurden, weisen klar auf ein Leben nach dem Tod. In allen dokumentierten Fällen von Reinkarnation gab es eine Zeitspanne von unterschiedlicher Dauer zwischen dem Tod des Menschen und seiner nächsten Geburt auf der Erde. Es stellt sich die Frage, wohin gehen wir nach dem Tod, wo existieren wir während dieses Intervalls? Gibt es nur eine Existenzebene oder gibt es mehrere? Wenn es mehrere gibt, welche Faktoren entscheiden dann, wohin wir gehen? In unserem Artikel hier bringen wir die Antworten auf diese und andere Fragen. Die Antworten sind von Gottsuchenden der Spiritual Science Research Foundation (SSRF), die über einen hochentwickelten Sechsten Sinn (ASW – Außersinnliche Wahrnehmung, Intuition, sensitive Fähigkeiten) verfügen, im Zuge ihrer spirituellen Forschung erhalten worden.

Anmerkung: Um den Artikel besser zu verstehen, lesen Sie bitte die Abhandlung über die drei feinstofflichen Grundkomponenten Sattva, Raja und Tama.

1. Was geschieht im Leben nach dem Tod?

Die spirituelle Forschung hat gezeigt, dass der Mensch aus den folgenden vier Grundkörpern besteht:

  • Dem physischen Körper

  • Dem Mentalkörper

  • Dem Kausalkörper oder Intellekt

  • Dem Suprakausalkörper oder feinstofflichen Ego

Das folgende Diagramm zeigt einen Abriss der Zusammensetzung des Menschen vor dem physischen Tod und im Leben nach dem Tod:

 

Leben nach dem Tod − Woraus besteht der Mensch?
Leben nach dem Tod − Wie sieht ein Mensch danach aus?

Wenn jemand stirbt, hört der physische Körper auf zu existieren. Alle anderen Körper seines Seins oder seines Bewusstseins bleiben bestehen. Die Existenz einer Person ohne den physischen Körper nennt man den feinstofflichen Körper (Linga-Dēha, Linga deha) und setzt sich zusammen aus dem Mental-, Kausal- (Intellekt) und dem Suprakausalkörper (feinstoffliches Ego). Dieser feinstoffliche Körper geht dann auf eine der 13 feinstofflichen Existenzebenen.

2. Die 14 Existenzebenen des Universums im Leben nach dem Tod

Es gibt 14 Hauptebenen des Seins im Universum. Sieben sind positive Ebenen, sieben sind negative. Im Allgemeinen bezeichnet man die negativen als Hölle (Pātāl). Es gibt aber auch zahlreiche Unterebenen innerhalb dieser Hauptebenen.

Rechtschaffenheit (Dharma) bedeutet die Erfüllung von 3 Aufgaben:
1. Das soziale System in ausgezeichnetem Zustand zu halten
2. Den weltlichen Fortschritt jedes Lebewesens zu fördern
3. Auch im spirituellen Bereich Fortschritt herbeizuführen
− Shri Adi Shankaracharya

Die sieben positiven Existenzebenen: Diese sind hauptsächlich von Menschen und feinstofflichen Körpern bewohnt, die sich in gerechtem Tun üben (rechtschaffen handeln) und Spirituelle Praxis gemäß dem positiven Weg der Spiritualität machen. Diese sieben positiven Existenzebenen werden auch Saptalok genannt. Unter positivem Weg verstehen wir eine Spirituelle Praxis mit dem Ziel der Wiedervereinigung mit Gott, dem endgültigen Ziel des spirituellen Wachstums.

Die Erde ist die einzige physische Ebene im Universum. Sie ist auch die erste (also unterste) Ebene der positiven Regionen.

Die sieben negativen Existenzebenen: Diese Regionen sind in der Hauptsache von feinstofflichen Körpern bevölkert, die unredlich gehandelt haben und/oder Spirituelle Praxis gemäß dem negativen Weg praktizieren. Unter negativem Weg verstehen wir eine Spirituelle Praxis mit dem Ziel, spirituelle Macht und übernatürliche Kräfte zu erlangen. Diese Macht wird vorwiegend genutzt, um Kontrolle über andere zu erlangen, die man dann für negative Zwecke missbrauchen kann. So werden alle feinstofflichen Körper, die nach dem Tod zu diesen Regionen der Hölle gehen, kraft ihrer bösen Absichten zu Geistern, Dämonen usw. (negative Wesenheiten).

Lesen Sie hierzu bitte den Artikel „Was ist eine negative Wesenheit, Geist, Dämon usw.?“

Die Unterregionen der Hölle (Narak): In jeder Ebene der Hölle (Patal) befindet sich eine Unterregion, genannt Narak. Die Unterregion des ersten Patal nennt man das erste Narak. Im Narak befinden sich die schlimmsten negativen Wesenheiten (Geister, Dämonen usw.) der jeweiligen Region. Daher erleiden die negativen Wesenheiten (Geister, Dämonen usw.) im ersten Narak härtere Strafen und für längere Zeit, als die in der ersten Höllenregion.

Das folgende Diagramm zeigt die 14 Existenzebenen des Universums, in die wir nach dem Tod kommen können:

Leben nach dem Tod − die 14 positiven und negativen Existenzebenen des Universums

Anmerkungen:

1. Der Einfachheit wegen zeigen wir die verschiedenen Existenzebenen in diesem Diagramm übereinander. In Wirklichkeit existieren sie alle um uns herum, in allen Richtungen. Nur die Erde, als einzig materielle und greifbare Existenzebene, ist für unsere Augen sichtbar, wohingegen die anderen Regionen mehr und mehr feinstofflich und daher für das physische Auge unsichtbar sind. Tatsächlich aber erhalten die Menschen, obwohl sie auf der Erde leben, Gedanken und Emotionen, die mit den verschiedenen Existenzebenen korrespondieren, weil sie über das entsprechende spirituelle Niveau verfügen. Zum Beispiel Heilige: Dies sind spirituell entwickelte Menschen, die ein spirituelles Niveau von über 70% haben. Sie führen ein Leben, das mit den Schwingungen der positiven Existenzebenen des Himmels und darüber übereinstimmt. Im Gegensatz dazu erlebt jemand, der einen Diebstahl plant, Gedanken, die der ersten Höllenregion entsprechen. Jemand, der etwas plant, um andere zu verletzen, hat Gedanken der zweiten Höllenregion, usw. Jemand, der einen Mord plant, hat Gedanken, die den Schwingungen der siebten Höllenregion entsprechen. Jedoch können nicht zwei Existenzebenen gleichzeitig erlebt werden, d.h. eine Person kann keine Gedanken haben, die zwei verschiedenen Ebenen entsprechen, wie z.B. Himmel und Mahārlok.

2. Die Existenzebene der Unterwelt (Bhūvarlok) ist genau genommen eine Region, die ziemlich weit von Gott entfernt ist, und ist daher eigentlich eine negative Region. Wir haben sie jedoch als positive Ebene dargestellt, da feinstoffliche Körper aus dieser Region immer noch die Chance haben, auf der Erde wiedergeboren zu werden, um Fortschritte im spirituellen Sinne zu machen. Wenn feinstoffliche Körper einmal in einer der Höllenregionen sind, gibt es kaum eine Möglichkeit, auf der Erde wiedergeboren zu werden und sich in Richtung Gott zu entwickeln.

Erklärung der in der Darstellung verwendeten Farben

  • Die Erde ist rötlich, sie steht für Aktion, Handeln (ihre feinstoffliche Hauptgrundkomponente ist Raja), sie ist die einzige Ebene, auf der wir einen physischen Körper haben, um zu handeln.

  • Der Himmel ist in rosa, was für den Überfluss von Glück steht.

  • Gelb steht für spirituelles Wissen und einem Ansteigen der Sattva-Grundkomponente. Es wird zur höchsten Region hin fast weiß, was die Nähe zum unmanifesten Gottesprinzip repräsentiert.

  • Die Höllenregionen sind alle in dunkleren Schattierungen bis hin zu ganz schwarz, da dort ein stetiges Ansteigen der Tama-Komponente vorherrscht.

3. Leben nach dem Tod: Der Himmel und andere positive Existenzebenen des Universums

Existenz-
ebene1
Spirituelles Niveau Anteil der Sattva-Komponente Art der Person Maßgeblicher Körper6 Maßgebliche Emotion
Satya 90 95 Fast vollständig wissend Feinstoffliches Ego /
Suprakausalkörper
Sattvisches Glück (5%)
Glückseligkeit und Abgeklärtheit (95%)
Tapo 80  90  Immens wissend Intellekt /
Kausalkörper
Sattvisches Glück (25%)
Glückseligkeit und Abgeklärtheit (75%)7
Jana  70 85  Viel wissend Intellekt /
Kausalkörper
Sattvisches Glück (50%)
Glückseligkeit und Abgeklärtheit (50%)8
Mahar  60 80 Wissend Intellekt /
Kausalkörper
Sattvisches Glück (75%) Glückseligkeit und Abgeklärtheit (25%)
Höherer Himmel 50 75 Mehr Verdienste Intellekt /
Kausalkörper
Mehr Glück
Unterer Himmel 40 604 Ein paar Verdienste Mentalkörper Weniger Glück8
Unterwelt (Bhuvarlok)2 25 40 Durchschnitt Der Teil der Verlangen des Mentalkörpers Unglücklich7
Erde 203 33 Durchschnitt Physisch Glück / Unglück

Fußnoten (beziehen sich auf die roten Zahlen der obigen Tabelle)

 

Samashti spirituelles Niveau bezieht sich auf das spirituelle Niveau, welches durch Spirituelle Praxis um der Gesellschaft willen (Samashti Sādhanā) erreicht wird, während die Vyashti Spirituelle Praxis sich auf das spirituelle Niveau bezieht, welches durch die individuelle Spirituelle Praxis (Vyashti Sādhanā) erreicht wird. In der gegenwärtigen Zeit hat die Spirituelle Praxis um der Gesellschaft willen zu 70% Bedeutung, während die individuelle Spirituelle Praxis 30% Bedeutung hat.
  1. Jede positive oder negative Existenzebene jenseits der physikalischen Erdregion wird immer feinstofflicher. Unter feinstofflich verstehen wir, dass etwas über das Begriffsvermögen der fünf Sinne, Geist und Intellekt hinausgeht. Satyalok ist die feinstofflichste Ebene, die zu verstehen oder zu begreifen äußerst schwierig ist, außer man hat das höchste Niveau des Sechsten Sinns (ASW = Außersinnliche Wahrnehmung) erreicht.

  2. Da die meisten Menschen heutzutage wenig Spirituelle Praxis machen, gehen sie entweder in die Unterwelt (Bhuvarlok) oder in eine der Höllenebenen. Wir gehen gewöhnlich nach dem Tod ins Bhuvarlok, wenn unsere Verfehlungen (falsche Handlungen oder Sünden auf der Erde) ungefähr 30% betragen. Verfehlungen beinhalten Bösartigkeiten gegenüber anderen und viele Begierden. In der Unterwelt ist die Wahrscheinlichkeit, von höheren negativen Wesenheiten der unteren Existenzebenen der Hölle angegriffen zu werden, so gut wie sicher.

  3. Die Erde ist die einzige Region, in der Lebewesen mit unterschiedlichen spirituellen Niveaus leben. Doch nach dem Tod gehen wir genau zu der Existenzebene, die unserem spirituellen Level entspricht.

  4. Der Mindeswertwert des spirituellen Niveaus, um nach dem Tod den Himmel zu erreichen, beträgt 40%. Bitte lesen Sie dazu in den Artikeln nach, die beschreiben, was spirituelles Niveau ist und die die Weltbevölkerung nach ihrem spirituellen Niveau im Jahr 2013 aufschlüsselt. Aus der Perspektive der Wissenschaft der Spiritualität sind verdienstvolle (gute, gottgefällige) Handlungen, um den Himmel oder die höheren positiven Existenzebenen zu erreichen, jene mit dem Ziel der Wiedervereinigung mit Gott. Die folgenden drei Kriterien kommen dabei zur Anwendung.

    • Handlungen ohne Macher-Anspruch zu setzen, dies bedeutet, etwas mit der Einstellung zu machen, dass Gott es durch mich macht bzw. geschehen lässt, es also nicht mein Verdienst ist.

    • Etwas zu tun ohne Erwartung auf Anerkennung oder Dank.

    • Handeln ohne Erwartung eines bestimmten Ergebnisses. Dabei ist nicht die Handlung an sich das Wichtige, sondern es zählt die Geisteshaltung und die Einstellung, mit der sie gemacht wird.

      Es ist wichtig anzumerken, dass die feinstofflichen Körper, die sich ungefähr bei 40% befinden, oft von negativen Wesenheiten zurückgezogen werden und daher in der Unterwelt (Bhuvarlok) bleiben.

  1. Um höhere Existenzebenen über dem Himmel zu erreichen, braucht man ein spirituelles Niveau, das höher als 60% ist. Dies kann nur durch konsequente Spirituelle Praxis nach den sechs Grundprinzipien der Spirituellen Praxis mit gleichzeitig starker Reduzierung des Egos erreicht werden.

  2. Unter maßgeblicher Körper verstehen wir den Körper, der am aktivsten ist, bzw. den, über welchen die hauptsächliche Identifikation erfolgt. Das kann der physische oder mentale Körper, der Intellekt oder das feinstoffliche Ego sein. In der Unterwelt (Bhuvarlok) haben die feinstofflichen Körper beispielsweise noch viele Begierden und können sich von vielen Dingen nicht lösen (sie sind an ihnen verhaftet). So werden sie oft zu negativen Geistwesen und versuchen ihre Wünsche auf diese Art zu erfüllen. Das macht sie angreifbar für höhere negative Wesenheiten aus den niedrigeren Regionen der Hölle, welche die Begierden zu ihrem Vorteil nutzen und die feinstofflichen Körper des Bhuvarlok dazu missbrauchen, Menschen auf der Erde anzugreifen.

  3. In der Unterwelt können wir ein wenig Freude und Glücklichsein erfahren. Der Schmerz und das Unglücklichsein sind jedoch größer als auf der Erde.

  4. Im Himmel erleben feinstoffliche Körper überschäumende Glücksgefühle. Dieses Glücksgefühl geht, gemessen in Qualität, Quantität und Dauerhaftigkeit weit über das Erleben auf der Erde hinaus. Je höher wir in die positiven Existenzebenen hinaufsteigen, desto mehr nimmt die Qualität des Glücklichseins zu. Unglücklichsein existiert dort nicht.

  5. Sattvisches Glücksempfinden kommt davon, dass man anderen ohne Erwartungen und Verbindlichkeiten hilft. Wenn Ego dabei im Spiel ist, wird es rajasik.

  6. Abgeklärtheit (ein Zustand des absoluten inneren Friedens und Lösgelöstseins) ist eine höhere Erfahrung als Glückseligkeit.

3.1 Die positiven Existenzebenen und die Reinkarnation auf der Erde

In den Existenzebenen unterhalb des Maharlok müssen die Menschen auf der Erde wiedergeboren werden, um ihr Schicksal zu erfüllen und die Geben-Nehmen-Rechnungen (Karma) zu begleichen. Erreicht man nach dem Tod Maharlok oder Janalok aufgrund eines höheren spirituellen Niveaus, bedeutet dies, dass man nicht wiedergeboren werden muss, weil das restliche Karma in diesen Ebenen erfüllt werden kann. Menschen von dort können jedoch wiedergeboren werden, wenn dies ihr Wille ist. Ihre Wiedergeburt dient dann in erster Linie dazu, spirituelle Führer für die Menschheit zu sein.

In manchen Fällen können selbst Menschen, die mit einem spirituellen Niveau von 60% sterben, Maharlok erreichen. Hier wird das Potenzial der Person für weiteres spirituelles Wachstum berücksichtigt. Durch spirituelle Forschung haben wir festgestellt, dass es 5 Faktoren gibt, welche das Potenzial für spirituelles Wachstum beeinflussen:

  • ein hoher Anteil an spiritueller Emotion (Bhāv)
  • ein geringes Ego
  • ein starkes Verlangen nach spirituellem Wachstum
  • eine sich stetig steigernde, regelmäßige Spirituelle Praxis
  • die Beeinträchtigung oder nicht-Beeinträchtigung durch negative Wesenheiten. Von negativen Wesenheiten beeinträchtigt zu sein, kann das Potential für spirituelles Wachstum stark beeinträchtigen. Eine Person kann also trotz eines spirituellen Niveaus von 60% gegebenenfalls nicht die höheren Existenzebenen im Leben nach dem Tod erreichen, wenn negative Wesenheiten sie angreifen.

3.2 Die herausragende Bedeutung der Erde als Existenzebene

Die Existenzebene Erde ist besonders wichtig. Sie ist die einzige Ebene, auf der wir schnelles spirituelles Wachstum erlangen und unsere Geben-Nehmen-Rechnungen in der kürzest möglichen Zeit auflösen können. Der Grund dafür ist, dass wir mit Hilfe unseres physischen Körpers vieles tun können, um unser spirituelles Wachstum und damit unser spirituelles Niveau zu erhöhen und die Tama-Komponente in uns zu reduzieren.

Anders als auf der Erde ist spirituelles Wachstum am ehesten noch in den Regionen jenseits des Himmels möglich (Maharlok und darüber). Im Himmel laufen die feinstofflichen Körper Gefahr sich in den unendlichen Freuden zu verlieren und sich so von Spiritueller Praxis ablenken zu lassen. Im Bhuvarlok (Unterwelt) und in der Hölle ist die Bestrafung und auch der Distress (Distress sind Leiden, Probleme, Schwierigkeiten, Krankheiten usw. die von der feinstofflichen Ebene aus über uns kommen), der von anderen höheren negativen Wesenheiten verursacht wird, so heftig, dass es sehr schwierig ist, sich über die Qualen zu erheben, um eine wie auch immer geartete Spirituelle Praxis zu machen, die uns weiterhilft.

4. Was ist die Hölle, wer kommt im Leben nach dem Tod dorthin und was sind die Merkmale der unterschiedlichen Ebenen der Hölle?

Existenzebene der Hölle (Pātāl) Anteil der Sattva- Komponente Personentyp Dominierender Körper Vorherrschendes Gefühl
Erste 28%        tama-zunehmen Physisch        unglueck-zunehmen
Zweite 25% Begierden als Teil des Mentalkörpers
Dritte 22% Mentalkörper
Vierte 19% Intellekt / Kausalkörper
Fünfte 16% Intellekt / Kausalkörper
Sechste 13% Intellekt / Kausalkörper
Siebte 10% Intellekt / Kausalkörper
  • Je tiefer man in die Existenzebenen der Hölle vordringt, desto mehr verschwindet die feinstoffliche Sattva-Komponente und das Umfeld ist immer weniger geeignet, Freude und Glück zu empfinden.

  • Innerhalb der Existenzebenen der Hölle gibt es negative Wesenheiten (Geister, Dämonen usw.), die eine bestimmte Art Spiritueller Praxis machen, um spirituelle Macht zu erlangen. Die höchsten in der Hierarchie der negativen Wesenheiten sind feinstoffliche Hexer aus dem siebten Patal. Ihre spirituelle Stärke ist fast gleichauf mit der eines Heiligen mit einem 90%-igen spirituellen Niveau. Diese feinstofflichen Hexer (Māntriks, Mantriks) kontrollieren alle anderen Arten von negativen Wesenheiten mit geringerer spiritueller Kraft bzw. Macht.

  • Wenn man tiefer in die Existenzebene der Hölle geht, also von der ersten bis in die siebte, so schwindet die Freude, welche die feinstofflichen Körper (auch: Geistkörper der Menschen) erfahren können und das Unglücklichsein und das Leiden vervielfacht sich. Dies hängt auch damit zusammen, dass sie in Erinnerungen an vergangenen schönen Erlebnissen, angenehmen Zeiten, ihren Wohlstand in früheren Leben usw. verhaftet sind. Die Erinnerungen an körperliche Schmerzen, peinliche Ereignisse, unerfüllte Wünsche und Begierden usw., die alle z.B. die Erziehung, das Haus, die Karriere, das Geld, die Erwartungen den eigenen Kindern gegenüber usw. betreffen, verursachen Schmerz und Leid. Auf diese Weise wird das Gefühl des Unglücklichseins nach dem Tod noch verstärkt.

  • Das Ausmaß der Strafe/Schmerzes, der in den verschiedenen Existenzebenen des Patal und dessen dazugehörigem Narak erfahren wird, nimmt mit fortschreitender Tiefe zu. Die Periode der Strafe, die in jedem Narak erduldet werden muss, ist viel größer im Vergleich zur dazugehörigen Höllenregion. Wenn wir die Strafe im ersten Patal mit 100% beziffern, so ist sie im ersten Narak um die Hälfte größer − also 150%.

Die folgende Tabelle gibt einige Beispiele des Glücklichseins und Unglücklichseins mit der durchschnittlichen Intensität, wie wir sie in den verschiedenen Existenzebenen der Hölle erfahren.

Ebene der Hölle (Pātāl) Anteilder
Freude
in %
Beispiele für die Gründe des Glücksgefühls Anteildes Leidens
in %
Beispiele für die Gründe des Unglücklichseins
Erste  30% Erfahrungen von Freude sind die positiven Erinnerungen an Erlebnisse des vergangen Lebens  50% Unglücklichsein verursacht durch Erinnerungen an körperlichen Schmerz und Beleidigungen im vergangen Leben
Zweite 25% Angenehme Erinnerungen an weltlichem Reichtum 55% Erinnerungen an unerfüllte Wünsche betreffend Erziehung, Haus, Karriere und Kinder
Dritte  20% Freude durch die Erinnerungen an erfüllte Wünsche und Begierden im vergangen Leben 60% Unglücklichsein, weil der physische Körper fehlt, um Begierden zu stillen
 Vierte 15% Vorübergehende Freude, andere leiden zu sehen. Befriedigung, mit dem Leiden nicht alleine zu sein 70% Der Anfang von mentalem Schmerz wegen der unzähligen Leiden in der Hölle und des fauligen Gestanks
 Fünfte  10% Vorübergehende Freude bei dem Gedanken, dass man eines Tages durch jemanden vom Leiden erlöst wird  80% Ein Leben als Sklave der Zauberer (Mantriks); Extreme Niedergeschlagenheit wegen des Gefühls, niemals entkommen zu können
 Sechste Keine  90% Schwere mentale Qualen wegen der extremen Leiden
 Siebte Keine  100% Wegen des permanenten Leidens kommt es zu einem Zustand der Apathie
Anmerkung:
  1. Meistens ergeben die Prozentangaben von Freude und Leid zusammen nicht 100%. Der restliche Prozentsatz bezeichnet ein emotional neutrales Gefühl – wie bei langweiligen Aufgaben –, wenn weder freudige noch leidvolle Gedanken aufkommen.

5. Bewegung zwischen den feinstofflichen Existenzebenen im Universum

Wir kommen in diejenige Existenzebene, die unserer eigenen Grundnatur gemäß dem Sattva, Raja und Tama in uns entspricht. Dies hängt direkt mit unserem eigenen spirituellen Niveau zusammen. Daher können feinstoffliche Körper einer niedrigen positiven Existenzebene nicht in eine höhere Ebene gehen, und ebenso können auch jene von den weniger negativen Regionen nicht in tiefere Ebenen der Hölle gehen. Es ist wie bei Menschen, die in der Tiefebene leben und es in höheren Regionen schwer haben, zu atmen, während die auf den Bergen lebenden sehr gut damit zurechtkommen.

6. Was entscheidet, wohin wir nach dem Tod gehen?

Zum Zeitpunkt des Todes, wenn der grobstoffliche Körper aufhört zu funktionieren, wird die Vitalenergie, die den Körper am Leben erhalten hat, ins Universum freigesetzt. Die Vitalenergie hat dann die Aufgabe, den feinstofflichen Körper aus der Erdregion hinauszukatapultieren. Wie das Gewicht eines Steins entscheidend dafür ist, wie weit er geworfen werden kann, so ist auch das Gewicht eines feinstofflichen Körpers entscheidend, auf welche Existenzebene er nach dem Tod geht.

Das „Gewicht“ eines feinstofflichen Körpers hängt von der Menge des ihm innewohnenden Tama ab.

Leben nach dem Tod − die 3 feinstofflichen Grundkomponenten Zusammensetzung eines durchschnittlichen Menschen im momentanen ZeitalterDie 3 feinstofflichen Grundkomponenten: Jeder Mensch besteht aus den drei feinstofflichen Basiskomponenten, den Gunas. Diese Komponenten sind von spiritueller Natur, können nicht gesehen werden, definieren aber unsere Persönlichkeit. Diese sind:

  • Sattva: Reinheit und Wissen

  • Raja: Bewegung und Leidenschaft

  • Tama: Unwissenheit und Faulheit. In einem Durchschnittsmenschen von heute beträgt die Tama-Komponente 50%

Bitte lesen Sie den Artikel über die 3 feinstofflichen Grundkomponenten.

 

Je mehr wir mit Raja und Tama angefüllt sind, desto mehr weisen wir die folgenden Eigenschaften auf, die zu unserem „Gewicht“ beitragen und bestimmen, auf welche Existenzebene wir nach dem Tod gehen werden:

  • Größere Verhaftung an weltlichen Dingen und Egoismus

  • Mehr unerfüllte Wünsche und Begierden

  • Rachegefühle

  • Eine grössere Anzahl von Verfehlungen oder schlechten Taten

  • Viele psychosoziale Fehler (persönliche Fehler und Schwächen) wie Zorn, Gier, Angst, Eitelkeit usw.

  • Ein größeres Ego: Unter Ego verstehen wir, wie sehr sich ein Mensch nur mit Körper, Geist und Intellekt identifiziert und wie wenig mit seiner Seele

  • All dies hat ein niedrigeres spirituelles Niveau zur Folge

Eine stete Verringerung von Tama und der dazugehörigen Eigenschaften erreicht man nur durch beständige Spirituelle Praxis nach den sechs Grundprinzipien der Spirituellen Praxis. Verbesserungen auf psychologischer Ebene, nur mit Selbsthilfe-Büchern oder dem Bemühen, nett zu sein, wirken nur oberflächlich und lediglich für kurze Zeit.

6.1 Die Bedeutung des mentalen Zustandes zum Zeitpunkt des Todes

Abgesehen von dem, was wir oben angeführt haben, ist der mentale Zustand zum Zeitpunkt, wenn wir sterben, sehr wichtig. Unser mentaler Zustand steht im Allgemeinen immer im Verhältnis zu den feinstofflichen Grundkomponenten in unserem Wesen.

Wenn wir nun zum Zeitpunkt des Todes Spirituelle Praxis machen – z. B. den Namen Gottes chanten – so ist der Einfluss von Begierden, Verhaftungen, negativen Wesenheiten usw. geringer im Vergleich zu einer Person, die nicht chantet. Es macht unseren feinstofflichen Körper leichter. Wenn wir während des Chantens sterben, erreichen wir eine bessere Existenzebene innerhalb der Sub-Ebenen.

Wenn wir zum Zeitpunkt des Todes den Namen Gottes chanten und dabei zudem in einem Zustand der Hingabe zu Gott sind, wird unser feinstofflicher Körper mit noch größerer Geschwindigkeit in eine noch höhere Region katapultiert. Wenn eine Person ihr Sein Gott hier auf der Erde überantwortet, besteht wenig Wahrscheinlichkeit, dass ihr Ego im Leben nach dem Tod noch wächst. Auch liegt die ganze Verantwortung für ihr Wohlergehen im Jenseits in den Händen ihres hoch entwickelten spirituellen Führers (Guru), wenn sie mit einem solchen von Gott gesegnet ist.

 

6.2 Wer geht nach dem Tod in die Hölle?

Die nun folgenden sind Beispiele für diejenigen Arten von Handlungen in unserem Leben auf der Erde, die uns nach dem Tod in einer der Existenzebenen der Hölle landen lassen.

Existenzebene der Hölle (Pātāl) Verfehlungen im Leben in % Beispiele für Verfehlungen
Erste 40% Einzelnen Personen Schaden zufügen
Zweite 50% Teilen der Gesellschaft Schaden zufügen, wie Betrügereien im großen Stil
Dritte 55% Großen Teilen der Gesellschaft Schaden zufügen, indem man Nahrungsmittel oder Medikamente verfälscht oder vergiftet
Vierte 60% Organisiertes Verbrechen gegen die Gesellschaft, inkl. Gewalt mit Feuerwaffen
Fünfte 70% Andere dazu anstiften, der Gesellschaft zu schaden
Sechste 80% Einem Volk, einer Nation oder Teilen davon Schaden zufügen
Siebte 90% Einem Volk, einer ganzen Nation und denen, die für die Gesellschaft arbeiten, Schaden zufügen

Nicht nur die Tat selbst, sondern vor allem das Ausmaß, die Dauer und Absicht im Zusammenhang mit den Verfehlungen, sind ausschlaggebende Faktoren.

7. Selbstmord und das Leben nach dem Tod

Es gibt zwei Arten von Tod, was den Zeitpunkt angeht.

Vorherbestimmter endgültiger Tod: Dies ist der Zeitpunkt des Todes, dem niemand entkommen kann.

Möglicher Tod: Der Zeitpunkt, an dem jemand sterben kann, aber nicht unbedingt muss. Jeder kann einen möglichen Todeszeitpunkt erleben, in dem er dem Tod ganz nahe kommt, aber aufgrund seiner Verdienste (guten Taten) gerettet wird.

Wenn jedoch jemand unüberwindliche Krisen im Leben durchmacht oder schwere Persönlichkeitsstörungen hat, mag er in einem depressiven Stadium an Selbstmord denken. Auch negative Wesenheiten (Geister, Dämonen usw.) fördern Depressionen von selbstmordgefährdeten Menschen und bringen sie manchmal dazu, sich das Leben zu nehmen. Trotzdem ist und bleibt Suizid ein Willensakt, der in einer Schicksalsphase stattfindet, in der die Person durch eine Zeit eines möglichen Todes geht.

Das Geschenk des Lebens auf der Existenzebene der Erde ist kostbar und ist uns zu allererst für unser spirituelles Wachstum bzw. spirituelle Entwicklung gegeben. Wenn wir andere töten, erzeugen/begleichen wir eine karmische Geben-Nehmen-Rechnung mit ihnen. Wenn wir jedoch Selbstmord begehen, missbrauchen wir diese Gelegenheit und laden Schuld auf uns oder begehen eine Sünde. Die Schwere der Sünde kann variieren, abhängig von den Umständen, unter denen eine Person Selbstmord begeht. Unausweichlich ist, dass der feinstoffliche Körper bei einem gewöhnlichen Fall von Selbstmord in den Bhuvarlok geht. Wenn jedoch größere Sünden während des Lebens und während der Umstände, unter denen sie Suizid begangen haben, begangen wurden, können diese feinstofflichen Körper in tiefere Regionen der Hölle kommen.

  • Das Töten eines Heiligen verursacht die maximale Sünde, und auf einer Skala von 0−100 ist dies 100.
  • Tötet man einen Durchschnittsmenschen, beträgt die Sünde 40 auf derselben Skala.
  • Tötet man sich selbst, beträgt die Sünde 30% im Gegensatz zum Töten einer Person mit einem durchschnittlichen spirituellen Niveau.
Anlass Begangene Sünde Verdienste Kommentare
Wenn man nur selbst betroffen ist
Physisch: Erleidet man extreme Schmerzen oder ist todkrank und erträgt den Schmerz nicht mehr, freiwillige Sterbehilfe 30% der Sünde, wenn man einen Menschen mit einem durchschnittlichen spirituellen Niveau tötet Bitte lesen Sie auch den Artikel über Sterbehilfe – Kapitel 4.2
Psychologisch: Schwere Depression, psychiatrische Patienten 30% der Sünde, wenn man einen Menschen mit einem durchschnittlichen spirituellen Niveau tötet
Spirituell: Selbstmord zu begehen, wenn man ganz unter der Kontrolle negativer Energien ist 0 Der feinstoffliche Körper steht auch nach dem Tod unter dem Einfluss negativer Energien. Intensive Spirituelle Praxis hilft, aus den Fängen der dämonischen Besessenheit herauszukommen.
Wenn andere beteiligt sind
Sich selbstlos opfern, um andere zu retten 0 Variiert Abhängig davon, für wen man sich opfert. Wenn man sich für eine schlechte Person opfert, begeht man in Wirklichkeit eine Sünde, anstatt einen Verdienst zu erhalten.
Sich selbst opfern, um das Leben eines Heiligen zu retten 0 100 Aus der Lebensrettung eines Heiligen erwächst die höchste Menge an Verdiensten.
Selbstmord-Attentäter (sich selbst und andere töten) Variiert Variiert Abhängig vom Anlass.
Zum Beispiel, wenn ein Soldat Hitler bei einem Selbstmord-Attentat tötete, um Millionen Leben zu retten und die Welt vor Übel zu bewahren, bekäme er Verdienste. Wenn jedoch ein Selbstmord-Attentäter viele unschuldige Erwachsene und Kinder tötete, beginge er nur Sünden.

8. Warum gibt es einen Zeitabstand zwischen zwei Inkarnationen?

Im Laufe der Forschung mit Hilfe von hypnotischer Trance, um die vergangenen Leben der Person nachzuverfolgen, haben wir herausgefunden, dass der Zeitabstand zwischen zwei Inkarnationen auf der Erde im Durchschnitt 50 bis 400 Jahre beträgt. Die Gründe für diesen Zeitabstand sind folgende:

  • Der feinstoffliche Körper verbleibt auf der Existenzebene des Himmels oder der Unterwelt (Bhuvarlok) unterschiedlich lange Zeit, wo er für seine Verdienste oder Verfehlungen (Sünden) entsprechende Bewusstseinszustände durchlebt.

  • Da ja von früheren Leben Geben-Nehmen-Rechnungen mit verschiedenen Menschen noch offen sind, müssen auch die Bedingungen für eine Geburt stimmen, um diese Rechnungen begleichen zu können. Eine Inkarnation geschieht somit im Einklang mit dem Gesetz des Karmas. Daher wird eine Wiedergeburt eines feinstofflichen Körpers so lange verschoben, bis einige andere Körper, die eine offene Geben-Nehmen-Rechnung mit ihm haben, ebenso für eine Wiedergeburt bereit sind.

  • Manchmal berichtet eine Person bei einer Rückführung im Trancezustand auch gar nichts von einer Inkarnation. Manche Inkarnationen sind sehr erlebnisarm oder so kurz, so dass sich die Person an die Einzelheiten nicht erinnert.

Im Falle von feinstofflichen Körpern (Geistkörper), die in tiefere Existenzebenen der Hölle verbannt wurden, kann der Zeitabstand zwischen zwei Inkarnationen tausende von Jahren betragen. Sie bleiben in ihren jeweiligen Existenzebenen, bis sie ihre Strafe verbüßt haben. In den meisten Fällen bedeutet das nach dem Tod einen Verbleib in der Hölle bis zur Auflösung des Universums.

9. Leben nach dem Tod – Zusammenfassung

Die hier gezeigten Fakten über die verschiedenen Existenzebenen geben uns eine ungefähre Ahnung, welche Folgen unsere Art zu Leben auf unsere Existenz nach dem Tod haben wird. Nur entweder mit Spiritueller Praxis oder mit enormen Verdiensten können wir die höheren Existenzebenen erreichen, und so Unglück und Strafe entgehen und die höheren Stufen des Glücks erfahren. Auch steigen dadurch unsere Chancen auf eine Wiedergeburt auf der Erde unter solchen Umständen, welche die Ausübung von Spiritueller Praxis begünstigen. Auf diese Weise steigen wir immer weiter hinauf in die Existenzebenen des Universums. Da wir immer tiefer in das jetzige Zeitalter der Zwietracht (Kaliyug) hineinkommen, verringert sich die Möglichkeit für die Menschen, die höheren Regionen zu erreichen.

Kommen wir erst einmal in die unteren Existenzebenen (Unterwelt oder eine der Höllenregionen), bleiben wir dort und erfahren großes Unglück und Schmerzen für Jahrhunderte, bis wir für alle unsere Vergehen (Sünden) bezahlt haben mit unserem Leiden, welches dort geschieht, und wir erneut eine Möglichkeit erhalten, wiedergeboren zu werden.

In der heutigen Zeit Spirituelle Praxis gemäß den 6 Grundprinzipien der Spiritualität zu machen, ist wie das Schwimmen gegen die starke Strömung der Flut. Aber es ist auch ein garantierter Weg, nach dem Tod in die höheren feinstofflichen Regionen einzutreten.