Besessenheit durch Geist – manifestiert oder unmanifestiert

1. Einführung zur Manifestation der dämonischen Besessenheit

Eine Person kann von einem Geist (Dämon, Teufel, negativen Wesenheit usw.) vollständig besessen sein, ohne dass seine Mitmenschen oder er selbst auch nur das Geringste davon merken. Denn der Geist will seine Gegenwart nicht verraten und die Besessenheit geheim halten. Wenn die Besessenheit erst entdeckt ist, kann die betroffene Person aktiv Anstrengungen unternehmen, sich von der negativen Wesenheit zu befreien.

1.1 Definition der unmanifesten Besessenheit

Wenn wir sagen, dass der besessene Geist unmanifest ist, meinen wir, dass der Geist seine Anwesenheit nicht zeigt. Hier ist das Bewusstsein der Person im Vordergrund, aber es kann vom Geist beeinflusst und kontrolliert werden, wann immer er dies will.

1.2 Definition der manifesten Besessenheit

Wenn wir von einer manifesten Besessenheit sprechen, meinen wir, dass das Bewusstsein des Geistes im Vordergrund ist und das Bewusstsein der Person im Hintergrund. Dabei kann das Verhalten der Person verändert sein oder auch nicht. Sie ist sich bewusst oder aber auch nicht bewusst über das, was geschieht, hat aber über ihre Bewegungsorgane keine Kontrolle. Im Falle einer lebenslangen Besessenheit ist die Persönlichkeit des Geistes so sehr mit dem Bewusstsein der Person verschmolzen, dass man, auch wenn er voll manifestiert, glauben kann, das Bewusstsein der Person im Vordergrund zu sehen, was bedeutet, dass man die Person selbst zu sehen glaubt, da keine Änderung in ihrem Verhalten zu bemerken ist.

Anmerkung: Hier haben wir den Ausdruck manifest und unmanifest in Bezug auf Geister gebraucht, die eine Person besetzen. Die Ausdrücke manifest und unmanifest können aber auch im Zusammenhang mit positiven Energien verwendet werden.

2. Hintergründe der Manifestation von Besessenheit

2.1 Freiwillige Manifestationen von Geistern

Im Allgemeinen manifestieren Geister (Dämonen, Teufel, negative Energien, negative Wesenheiten usw.) nicht gerne, außer wenn sie es wollen. Geister manifestieren von sich aus, wenn:

  • Sie sich in einer für sie angenehmen Umgebung mit einem hohen Raja-Tama-Gehalt befinden. Raja-Tama-Situationen finden sich an Orten, an denen Menschen darin schwelgen, der Gesellschaft in irgendeiner Form zu schaden, Alkohol und/oder Drogen konsumieren, Zigaretten rauchen, Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern haben; auch dunkle Räume, Raja-Tama-Musik usw. gehören dazu. An solchen Orten können wir beobachten, dass sich Menschen ganz anders als sonst verhalten. In den meisten Situationen, wenn die Leute alle Hemmungen fallen lassen, ist es eigentlich der Geist, der teilweise oder ganz manifestiert und mit dem Bewusstsein des Menschen verschmilzt. Manchmal, wenn Geister bei solchen Gelegenheiten manifestieren, hat die besetzte Person nachher Gedächtnislücken, das heißt, sie besitzt keine Erinnerung über bestimmte Zeiträume und Abläufe, als ob sie ihr Bewusstsein für eine gewisse Zeit verloren hätte. Der Geist handelt dann statt ihr, bestimmt ihr Verhalten, und sie kann sich nachher an nichts erinnern. In solchen Fällen kann die besessene Person in höchst unangenehmen Situationen enden und hat dabei keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist.
  • Ein Geist manifestiert oftmals, um das Familienleben zu stören, zu untergraben oder durcheinander zu bringen, um Streit zu verursachen oder Ängste hervorzurufen. Mächtigere Geister manifestieren auch, um durch die besessene Person Zerstörungen in größerem Maßstab hervorzurufen.
  • Manchmal manifestieren Geister absichtlich, um Aufmerksamkeit zu erhaschen, um Gottsuchende oder andere einzuschüchtern oder deren Spirituelle Praxis zu stören. Sie lenken sie ab oder ängstigen sie, indem sie manifestieren, oft während eines Satsangs.

Wenn Geister aus eigenem Antrieb manifestieren, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass es bemerkt wird, außer der Geist möchte bemerkt werden.

In einigen indischen Dörfern und Tempeln wird davon gesprochen, dass ein Dev oder Devi (Gott) in den Körper eines Menschen eindringt. Die Person, deren Körper der “Dev” oder “Devi” betritt, verhält sich oft anders als normalerweise und kann tanzen oder sich unregelmäßig bewegen. Wir haben von unseren Lesern eine Reihe von Fragen zu diesem Phänomen erhalten.

Als das spirituelle Forschungsteam den Grund dafür untersuchte, stellten wir fest, dass in 70% der Fälle der Grund darin liegt, dass eine Gottheit (positive Energie/Gottheit) eines niedrigeren Niveaus in die Person eindringt. In den anderen 30% der Fälle liegt es an einer negativen Energie (negativen Wesenheit), die in der Person manifestiert, mit der Absicht, sich als positive Energie zu tarnen, um Menschen in die Irre zu führen.

 

2.2 Erzwungene Manifestationen von Geistern

Manchmal werden Geister gezwungen, zu manifestieren und sich zu zeigen. Folgendes sind die Gründe:

  • Der Geist wird von einem sattvischen Einfluss überwältigt, wie zum Beispiel bei einer spirituellen Heilsitzung.
  • Die spirituelle Kraft des Geistes ist erschöpft.
  • Der Zeitpunkt ist gekommen, da der Geist die Person verlassen muss, weil die Geben-Nehmen-Rechnung zwischen ihnen beglichen ist.
  • Für den Geist ist die Zeit gekommen, dass er zerstört wird.

2.2.1 Warum manifestiert ein Geist in einem Besessenen, wenn er mit einem höheren sattvischen Einfluss in Kontakt kommt?

Kommt ein Geist, der eine Person besetzt hat, mit sattvischen Personen oder Dingen in Berührung, z.B. mit einer spirituell entwickelten Person, einem Schrein oder Heiligem Wasser, so ist dies für ihn unangenehm und er bekommt Distress (Distress ist Leid oder Stress, verursacht auf spiritueller Ebene). Der sattvische Einfluss widerspricht seiner Raja-Tama-Natur und schwächt somit seine Kraft. Dies ist vergleichbar mit Hitze, die auf Eis trifft. Ist die spirituelle Kraft des sattvischen Einflusses größer als die Kraft des Geistes, wird er gezwungen, sich zu zeigen, andernfalls kann er den Einfluss ertragen, ohne manifestieren zu müssen.

Bitte lesen Sie hierzu den Artikel über die feinstofflichen Grundkomponenten Sattva, Raja und Tama.

Geister (Dämonen, Teufel, negative Energien, negative Wesenheiten usw.) meiden sattvische Plätze und Menschen, indem sie

  • der besessenen Person Gedanken eingeben, sich von allem Sattvischen  fernzuhaltenwie zum Beispiel einem Satsang.

  • sich aus dem Körper und der sattvischen Umgebung entfernen, während die Person dort ist.

  • sich im physischen, mentalen oder intellektuellen Köper des Menschen verstecken. Sie umgeben sich dann mit einer dicken Schicht schwarzer Energie, um die Sattvikta (sattvische Energie) abzuwehren. Hier gehen sie dann in Meditation, um ihre spirituelle Energie zu vermehren.

Ein Geist mit großer spiritueller Kraft manifestiert sehr selten, außer es dient seinen Zwecken oder ist wichtig, um sein Ziel zu erreichen. Solche Geister können der sattvischen Umgebung und dem sattvischen Einfluss widerstehen, ohne sich zu offenbaren.

2.3 Ein Hinweis zur alarmierenden Natur der Manifestation der dämonischen Besessenheit

Das Sichtbarwerden oder Hervortreten einer negativen Wesenheit nennt man volle Manifestation. Für einen Zuschauer kann das sich radikal ändernde Verhalten eines Besessenen beängstigend sein (siehe unten). Manchmal entwickeln solche Personen übermenschliche Kräfte. Es wurde beobachtet, dass für eine zierliche Frau sechs starke Männer gebraucht wurden, um sie zu halten, wenn sie voll manifestierte. Allerdings sind volle Manifestationen immer nur vorübergehend.

Eine volle Manifestation ist kein Hinweis auf den Grad oder die Schwere der Besessenheit. Es bedeutet nur, dass der Geist oder die Wesenheit aus den oben erwähnten Gründen hervortritt. Geister, Dämonen usw. vermeiden es meist unter allen Umständen, zu manifestieren, also sich zu zeigen. Denn während der Manifestation verbrauchen sie viel spirituelle Energie und andere Menschen können sehen, dass sie diese Person besetzen. Die angegriffene Person kann sich dann spirituell behandeln oder an sich einen Exorzismus machen lassen. Aus dieser Sicht ist es tatsächlich nur zu unserem Vorteil, wenn eine negative Wesenheit manifestiert.

Anmerkung: Bitte lesen Sie auch nach unter:  Warum ist ein schützender Rand um das obige Bild?

2.4 Der gefährlichste Aspekt der dämonischen Besessenheit

Es scheint so, dass der gruseligste Teil darin besteht, jemanden zu beobachten, der wie in dem obigen Bild voll manifestiert. So, als ob wir mit aufgerissenen Augen und verkrampften Händen einen Film wie „Der Exorzismus von Emily Rose“ ansehen würden. In Wahrheit ist der Geist jedoch gerade im Moment der vollen Manifestation normalerweise am schwächsten.

Die wirkliche Gefahr besteht darin, wenn ein Geist eine Person heimlich kontrolliert, während sie selbst davon nichts bemerkt. Der Geist kontrolliert ihr Verhalten und lässt sie nach seinem Willen handeln. Obwohl die Person besessen ist, ist gewöhnlich nichts Dramatisches oder Abweichendes in deren Verhalten bemerkbar.

Süchte sind solch ein Beispiel von heimtückischer Besessenheit. Die Gesellschaft sieht im Rauchen oder Trinken meist ein psychologisches Problem, es ist aber fast immer ein Fall von Besessenheit. Zeitweise kann eine Person auf Grund ihrer Besessenheit auch ziemlich starke Abweichungen in ihrem Benehmen zeigen. Geister können Menschen dazu zwingen, Dinge zu tun, die ganz gegen ihren persönlichen Charakter gehen. Wenn z.B. eine konservativ orientierte Frau plötzlich beginnt, mit verschiedenen Männer zu schlafen.

3. Arten von Manifestationen einer Besessenheit

Manifestationen können verschiedene Erscheinungsformen aufweisen, zum Beispiel:

  • Gewalttätige Manifestationen: Bei solchen Manifestationen übernimmt das Bewusstsein des Geistes die volle Kontrolle und handelt in einer gewalttätigen Art, ungeachtet der Persönlichkeit des Menschen oder der Situation. Manchmal können diese Personen übermenschliche Kräfte entwickeln. Wir haben Situationen gesehen, wo zierliche Personen einige starke Männer brauchten, um sie zu halten.

Hier eine Videoaufnahme einer Gewalttätigen Manifestation einer Besessenheit

  • Uncharakteristisches Benehmen: Manchmal scheint das Benehmen einer besessenen Person, die gerade manifestiert, normal zu sein, ist aber untypisch für diese Person und in dieser Situation. Ein Beispiel für solch eine Manifestation sind einige besessene Gottsuchende, die nach einer spirituellen Heilsitzung manifestierten und im Aschram der SSRF zu tanzen begannen, als wären sie in einer Diskothek. In dieser Art im Aschram zu tanzen, während andere Gottsuchende sie beobachten, ist äußerst untypisch für sie.
  • Sprechen in fremden Sprachen oder Kauderwelsch: Manche besessene Menschen sprechen in einer für sie fremden Sprache oder unverständliches Kauderwelsch, wenn sie manifestieren. Diese seltsame Ausdrucksweise ist aber bezeichnend für sie, wann immer sie manifestieren.

Video über Kauderwelsch sprechen während der Manifestation der Besessenheit

  • Ruhige Manifestation: In den meisten Fällen kann man es nicht erkennen, dass der Geist manifestiert hat. Eine ruhige Manifestation ist heimtückisch. Eine Person, die neben Ihnen sitzt, kann voll manifestiert sein, aber Sie haben keine Ahnung davon, außer Sie haben einen Sechsten Sinn, in Verbindung mit dem Wissen um ein solches Phänomen.

Video einer ruhigen Manifestation einer Besessenheit

  • Ungewöhnliche Entfaltung von Talenten: Ein Geist kann manifestieren und dabei Talente wie gute Kenntnisse in Musik, Tanz, fremden Sprachen usw. hervorbringen, derer die Person selbst nicht fähig wäre. Tatsächlich sind manche gefeierten Künstler Beispiele für solch eine Art von Besessenheit durch einen Geist, der sich seine Begierden nach Ruhm und Anerkennung durch den Künstler erfüllt. Sie machen dies, indem sie das Grundtalent des Künstlers verstärken. Dabei erfüllt sich der besetzende Geist, dessen Bewusstsein mit dem des Künstlers verschmolzen ist, seine Gier nach Ruhm usw.
  • Übernatürliche Kräfte: Geister können in Geistheilern oder Medien manifestieren, ohne dass diese es bemerken, und geben durch diese dann Menschen Anleitungen für deren Leben. Man könnte glauben, dass die Fähigkeit des Mediums zugenommen habe, während es jedoch nur ein mächtigerer Geist ist, der durch das Medium wirkt. Ein Mensch, der zu einem Geistheiler, Hellseher oder Medium kommt, hat keine Ahnung, dass sie in Wirklichkeit mit einem Geist spricht. Die Anweisungen von Geistern erweisen sich zunächst allgemein als richtig, sie machen dies jedoch nur, um arglose Menschen anfangs zu ködern, und benutzen das Medium, um diese Menschen später auf Abwege zu bringen.
  • Sonstiges: Manche besessenen Menschen führen während der Manifestation Verrenkungen aus, als hätten sie extreme Schmerzen oder seien in Todesangst, während wieder andere sich wie Schlangen winden.

Video über Verrenkungen bei dämonischer Besessenheit

4. Hinweise für Psychiater, Psychologen und Therapeuten

Wegen der Unkenntnis über die spirituellen Ursachen dieser Manifestationen gibt es einen Bedarf an spirituellen Hilfsmaßnahmen für deren Behandlung und Heilung. Da es kein wissenschaftlich getestetes, entwickeltes und anerkanntes System für spirituelle Diagnosen und Behandlungen gibt, bitten die meisten Menschen, die von Fällen von Manifestationen betroffen sind, Fachkräfte aus dem Gebiet psychischer Krankheiten um Hilfe. Diese Fachleute betrachten die Manifestationen von dämonischen Besessenheiten jedoch allein als ein psychologisches Phänomen. Sie bezeichnen es als Hysterie und andere dissoziative Zustände, Psychose usw. Fachärzte und Therapeuten ziehen die spirituelle Dimension nicht in Betracht, wenn es um die Ursachen und Behandlungen geht. Das Team der Psychiater in unserem Ärztegremium hat tausende Manifestationen während der letzten 7 Jahre studiert. Sie sagen, es seien keine psychologischen Phänomene, weil:

  • es keinen eigenen Stress-Faktor für die Manifestationen gibt, der dazu beiträgt
  • Manifestationen mit spirituellen Heilmitteln geheilt werden

Es kann eine Weile dauern, bis spirituelle Heilmittel eine Manifestation heilen. Dies ist abhängig von der Stärke des Geistes und den gewählten Heilmitteln. Spirituelle Heilmittel beinhalten ebenfalls, dass auch die besessene Person selbst Spirituelle Praxis macht. In solchen Fällen kann die manifestierende Person auch dringend medizinische Behandlung benötigen, um wenigstens die körperliche Manifestation zu unterbinden oder zu lindern, speziell wenn sie gewalttätig und gefährlich gegenüber sich selbst und andere ist. Oft muss man sie auch körperlich einschränken, damit sie sich selbst und andere nicht verletzt.

Jetzt mag man berechtigter Weise fragen, wie man diese sogenannten “Manifestationen von Geistern” durch Arzneimittel heilen kann?

Da spirituelle Probleme den Menschen auf körperlicher oder psychologischer Ebene beeinträchtigen, wie dies bei der Manifestation der Fall ist, ist es angebracht, Heilmethoden auch auf eben diesen Ebenen anzusetzen. Aber die Behandlung einzig auf diese beiden Ebenen zu beschränken, greift zu kurz, sie würde nur die Symptome eine Zeit lang etwas unterdrücken, während die eigentliche Ursache weiterhin bestehen bleibt. Dies zeigt sich deutlich an den niedrigen Heilungsraten psychiatrischer Erkrankungen.

Ein letztes Wort zu den sogenannten “psychologischen” Störungen. Die Wissenschaft der Psychologie befindet sich noch in einem Forschungs- und Entwicklungsstadium, und deshalb ist es das Beste, aufgeschlossen zu bleiben.