GER_Pitrupaksh

1.Die jährliche Zeit für Vorfahren-Geister

Das Universum funktioniert in Zyklen. Zum Beispiel gibt es jährlich Tag-und-Nacht-Gleichen, Sonnenwenden, Frühling, Winter usw. und so hat auch die spirituelle Dimension ihre zyklischen Ereignisse. Jährlich im Herbst (für die nördliche Hemisphäre) gibt es eine vierzehntägige Periode, zu der unsere Vorfahren näher an die Erde oder die physische Ebene kommen. 2019 fällt diese besondere Zeit der Vorfahren zwischen den 14. September 2019 und den 28. September 2019.

Mangels Spiritueller Praxis der meisten Vorfahren stecken sie im Jenseits fest und stagnieren, da sie zu wenig spirituelle Energie haben. Und da sie immer noch ihre weltlichen Wünsche haben und nichts machen können, um sich selbst zu helfen, werden sie ruhelos. In dieser Zeit kommen sie mit der Absicht zur Erd-Ebene, eine Verbindung zu ihren Nachfahren herzustellen. Diese Zeitspanne ist nun die einzigartige Gelegenheit für uns Nachkommen, unseren Vorfahren im Jenseits zu helfen. Genau so, wie wir unseren Eltern und engeren Verwandten im Leben helfen – was ein Teil unserer Pflicht ist – haben wir auch bestimmte Pflichten ihnen gegenüber, wenn sie gestorben sind.

Während dieses Zeitraums ist die ganze Atmosphäre mit feinstofflichem Druck von Milliarden feinstofflicher Körper von Vorfahren und der Schwingungen unerfüllter Wünsche aufgeladen. Auch negative Wesenheiten greifen diese feinstofflichen Körper der Vorfahren an, indem sie ihre spirituelle Schwäche und unbefriedigten Wünsche ausnutzen. Oftmals besetzen sie die Vorfahren, erfüllen deren Wünsche und machen sie so zu ihren Sklaven. Weil uns ein karmisches Band mit unseren Vorfahren verbindet, können sie negative Wesenheiten dazu benutzen, uns anzugreifen. Daher könnten unsere Verlangen und Süchte während dieser Zeit verstärkt auftreten, um so mehr weil unsere Vorfahren und negative Wesenheiten versuchen, sich ihre Wünsche über uns zu erfüllen.

2. Physische Anzeichen, dass Vorfahren unsere Hilfe brauchen

Es gibt einige physische Anzeichen, die sich zeigen, wenn verstorbene Vorfahren uns und unsere Familie zu erreichen versuchen.

  • Einige Ihrer Familie haben immer Probleme. (Sehr oft sind es Vorfahren, die ihren Nachkommen Probleme verursachen – es ist ein Weg für sie, mit ihnen in Kontakt zu treten, damit sie ihnen helfen. Entweder nehmen sie mit ihrem Lieblingssohn oder mit einem Nachfahren Kontakt auf, der Spirituelle Praxis macht, da sie von diesem eher spirituelle Hilfe bekommen.)
  • Schlangen, die in Ihren Träumen erscheinen
  • Vorfahren erscheinen in Ihren Träumen
  • Ein und dieselbe Krähe kommt öfters zu ihrem Haus. (Feinstoffliche Körper von Vorfahren gehen manchmal in Krähen ein.)

Lesen Sie dazu: Warum sollten meine Vorfahren mir Kummer bereiten?

3. Wie können wir unseren Vorfahren helfen?

Während unserer SSRF-Vortragsreihe haben wir festgestellt, dass unsere Zuhörer besonders daran interessiert sind, was sie für die Geister ihrer verstorbenen Familienmitglieder tun können und welchen Einfluss Vorfahren aus dem Jenseits auf die Lebenden haben.

Es gibt einige Dinge, die wir machen können, um uns selbst zu schützen und dazu noch den verstorbenen Verwandten im Jenseits zu helfen:

3.1 Den Namen von Shri Gurudev Datta chanten

Dies ist ein spiritueller Schutzchant, der zwei Zielen dient: Er umhüllt uns (Nachkommen) mit spirituellem Schutz vor den Problemen, die von Vorfahren verursacht werden, und versorgt zudem unsere verstorbenen Ahnen mit spiritueller Energie, um ihnen Schwung im Jenseits zu geben.

  • Personen, die keine regelmäßige Spirituelle Praxis machen, empfiehlt die SSRF in diesen 14 Tagen mindestens 4 Stunden täglich diesen Chant zu chanten.
  • Gottsuchende, die regelmäßig Spirituelle Praxis machen, können diese Zeit den Datta-Chant auf mindestens 1 Stunde verringern, je nachdem, wie intensiv ihre Spirituelle Praxis ist. Für Gottsuchende, die beispielsweise viele Stunden Spirituelle Praxis machen, ist lediglich eine Stunde ‘Shri Gurudev Datta’ chanten notwendig.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Chanten von ‘Shri Gurudev Datta’ nur zu 50% wirkungsvoll ist. Die anderen 50% kommen durch die Durchführung des ‘Shrāddha-Rituals’.

3.2 Durchführung des Shraddha-Rituals

3.2.1 Definition des Shrāddha-Rituals

Das Wort “Shrāddha” leitet sich ursprünglich von “shraddhā” (Glaube) ab. Es ist unmöglich, all das zurückzuzahlen, was unsere verstorbenen Vorfahren für uns getan haben. Die Riten, die mit vollem Glauben für unsere verstorbenen Vorfahren durchgeführt werden, sind als Shrāddha bekannt (von hier an als Shraddha geschrieben).

Shraddha ist nicht nur die Erinnerung an unsere verstorbenen Vorfahren mit einem Gefühl der Dankbarkeit; es ist ein spezifischer Ritus, der für sie durchgeführt werden sollte.

3.2.2 Vorteile der Durchführung des Shraddha-Rituals

Wenn der spirituell wirkungsvolle Shraddha-Ritus durchgeführt wird, erfüllt dies nicht nur die Begierden der Vorfahren, sondern sie bekommen auch Energie für ihren weiteren Weg im Jenseits. Ein einziges starkes Verlangen eines Ahnen genügt, um seinen Weg im Jenseits zu behindern. Die aus dem Shraddha gewonnene Energie reicht aus, um dieses Verlangen zu stillen. Wenn also Shraddha über einen gewissen Zeitraum hinweg regelmäßig durchgeführt wird, vermindern sich ihre Wünsche und die Vorfahren beginnen, Schwung für ihren Weg zu bekommen.

In der heutigen Zeit praktizieren die wenigsten Menschen aktiv Spiritualität. Das war auch schon so, als unsere verstorbenen Vorfahren gelebt haben. Infolgedessen fehlt den feinstofflichen Körpern der verstorbenen Vorfahren die spirituelle Energie, um in ihrem Leben nach dem Tod voranzukommen. Um daher im Jenseits weiterzukommen, benötigen sie die Hilfe einer äußeren spirituellen Energie, die durch Rituale wie dem Shraddha gewonnen werden kann. Nachdem die Namen der Ahnen während des Rituals genannt werden, stimmen die Schwingungen, die durch das Ritual erzeugt werden, mit denen des verstorbenen Ahnen überein und versorgen ihn so mit der notwendigen spirituellen Energie. Dies hilft ihm, über die Region der Toten (Martyaloka) hinauszugehen, wo die meisten unserer verstorbenen Vorfahren im Jenseits stecken bleiben. Wenn wir Shraddha machen, ist es auch weniger wahrscheinlich, dass wir von Vorfahren aus der Region der Toten und der Unterwelt (Bhuvarlok) beeinträchtigt werden. Verglichen mit dem Chanten von Shri Gurudev Datta hilft das Shraddha-Ritual dem verstorbenen Vorfahren auf seiner weiteren Reise im Jenseits deutlich schneller.

Ein weiterer wichtiger Segen des Shraddha-Rituals ist, dass es die innere Einstellung derjenigen verstorbenen Angehörigen positiv verändert, für die das Ritual durchgeführt wird, besonders für jene, die mehr Verdienste/weniger Anhaftung haben und spirituell positiver sind. Wenn das Ritual mit spiritueller Emotion abgehalten wird, kann es den Vorfahren helfen, ihr Verlangen nach Spiritueller Praxis zu stärken und somit sich spirituell zu entwickeln. Wenn der Vorfahre dann auf der Erd-Ebene wiedergeboren wird, ist die Saat der Spirituellen Praxis in seinem Geist gesät und wird ihm helfen, seinen Weg zu einer spirituellen Weiterentwicklung zu machen.

3.2.3 Die einfache Art des Shraddha-Rituals

Das Shraddha-Ritual in seiner traditionellen Form ist aufwendig. Daher kann es für einige Menschen schwierig sein, die verschiedenen Aspekte zu bewerkstelligen und das Ritual durchzuführen. Falls man das gesamte Ritual nicht durchführen kann, hat die SSRF einige einfache Schritte erarbeitet, die jeder als Shraddha-Ritual für seine Vorfahren durchführen kann. Das traditionelle Shraddha-Ritual sollte vom ältesten männlichen Familienmitglied durchgeführt werden. Die einfache Version kann von jedem männlichen oder weiblichen Familienmitglied durchgeführt werden. (Anm.: Frauen sollten es während ihrer Menstruation nicht durchführen, d.i. eine Zeitspanne von 5 Tagen)

Idealerweise sollte das unten angeführte Ritual täglich während der vierzehntägigen Pitrupaksh-Zeit durchgeführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, so sollte es wenigstens an einem der Tage dieses Pitrupaksha-Zeitraums gemacht werden. Wenn es möglich ist, fasten Sie an diesem Tag, an dem Sie das Shraddha-Ritual planen.

 

Schritt 1: Rituelles Nahrungsopfer

Mischen Sie etwas gedünsteten Reis und schwarze Sesamsamen und geben Sie dies auf einen Teller zusammen mit einem Glas Wasser. Stellen Sie das Opfer in den Hof, auf einen Balkon oder irgendwo außerhalb des Hauses. Sie können auch eine gute vegetarische Mahlzeit als Opfergabe kochen. Die beste Zeit, die Nahrung zu opfern, ist zwischen 11 Uhr und 16 Uhr.

 

 

Schritt 2: Gebet zu den Vorfahren

Beten Sie und rufen Sie im Geist alle Ihre Vorfahren von diesem Leben und von früheren Leben an, zu kommen und am Opfer teilzunehmen. Feinstoffliche Vorfahren-Körper kommen gewöhnlich als Krähen, um das Opfer aufzupicken. Beten Sie zum Gottesaspekt Dattatreya, dass Ihre Vorfahren mit der Mahlzeit zufrieden gestellt sein mögen.

 

 

Schritt 3: Rituelles Opfern von Wasser

Zuhause stehend Sie mit dem Blick nach Süden nehmen Sie einen langen Grashalm (ideal ist Darbha Gras) und beten Sie, dass er spirituell rein wird. Die Darbha-Grasart besitzt die Fähigkeit, das Absolute Kosmische Feuerprinzip besser zu halten und kann daher denjenigen, der es hält, und die Umgebung spirituell reinigen. Wickeln Sie das Gras wie einen Ring um den Ringfinger der rechten Hand. Nehmen Sie ein Glas Wasser in die linke Hand und gießen Sie das Wasser langsam über die rechte Handfläche. Lassen Sie das Wasser zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand abfließen, wenn möglich in einen Silber- oder Kupferteller hinein.

 

Schritt 4: Rituelle Entsorgung des Opfers

Wenn bis am späten Nachmittag keine Krähe an dem Essen gepickt hat, müssen die Speisen vor Sonnenuntergang entsorgt werden. Die beste Art der Entsorgung ist, die Speisen in fließendes Gewässer, einen Fluss oder ins Meer zu versenken. Falls dies nicht möglich ist, könnte es auch ein See sein. Die letzte Möglichkeit wäre, die Reste zu begraben. Bringen Sie die Reste nicht mehr ins Haus.

 

 

 

3.2.4 Alternative Möglichkeit für das Shraddha-Ritual

Wenn keiner der oben angeführten Schritte wegen unabwendbarer Umstände oder finanzieller Schwierigkeiten möglich ist, können Sie als letzten Ausweg folgende Alternative des Rituals durchführen.

Gehen Sie zu einem offenen Platz und richten Sie ihren Blick nach Süden.

Erheben Sie beide Hände zum Himmel zum Zeichen der Hingabe und beten Sie zum Gottesaspekt Dattatreya: “Ich bin hilflos. Ich ehre alle meine Vorfahren. Lass alle meine Vorfahren durch meine Hingabe zufrieden gestellt sein. Oh Gottesaspekt Dattatreya, bitte schenk Du meinen Vorfahren Schwung und erlöse mich von meiner Schuld gegenüber meinen Vorfahren.“

Bedenken Sie, die wichtigste Zutat in sämtlichen oben genannten Schritten des Rituals ist Ihre Spirituelle Emotion und Dankbarkeit dem Gottesaspekt Dattatreya und Gott gegenüber. Wir beten, dass Sie den maximalen spirituellen Gewinn aus diesem Ritual erhalten.

Wenn das spirituell wirkungsvolle Shraddha- Ritual durchgeführt wird, erfüllt dies nicht nur das Verlangen der Vorfahren, sondern sie bekommen auch Energie für ihren weiteren Weg im Jenseits. Ein einziges starkes Verlangen eines Ahnen genügt, um seinen Weg im Jenseits zu behindern. Die Energie aus dem Shraddha reicht aus, um dieses Verlangen zu stillen. Wenn also Shraddha während eines gewissen Zeitraumes regelmäßig durchgeführt wird, vermindern sich ihre Wünsche und die Vorfahren beginnen Schwung für ihren Weg zu bekommen.

Spirituelle Erfahrungen von Gottsuchenden, die alternative Optionen für das Shraddha-Ritual anwendeten, sind unten aufgeführt.

Fragen stellen über das Shraddha-Ritual    

3.2.5 Spenden während der vierzehntägigen Periode für verstorbene Vorfahren-Geister

  • Spenden, die im Namen der Vorfahren während der Pitrupaksha-Periode getätigt werden, sollten immer in Verbindung mit dem Shraddha-Ritual durchgeführt werden. Spenden allein können niemals Shraddha ersetzen.
  • Um einen spirituellen Nutzen von den während Pitrupaksha getätigten Spenden zu erzielen, sollte die Spende an eine verdienstvolle spirituelle Organisation gehen, die sich der Verbreitung von Spiritualität auf eine nicht-sektiererische Weise verschrieben hat.
  • Der verstorbene Vorfahre erhält nur dann den spirituellen Nutzen der Spende, wenn er oder sie gewünscht hat, dass die Spende in seinem/ihrem Namen erfolgt.
  • Der Nachkomme, der während Pitrupaksha für eine verdienstvolle spirituelle Organisation spendet, erhält indessen einen zusätzlichen spirituellen Nutzen.

Wenn Sie etwas spenden möchten, dann besuchen Sie bitte unsere Spendenseite.

3.2.6 Erfahren Sie mehr über das Shraddha-Ritual und die zugrunde liegende spirituelle Wissenschaft

Wenn Sie mehr über Shraddha wissen möchten und wie es durchzuführen ist, lesen Sie bitte das Buch über Shraddha aus dem SSRF Shop. Die Zeit zwischen dem Tod und der nächsten Geburt ist ähnlich wie die Zeit eines Ungeborenen im Mutterleib. So wie man für das Ungeborene im Mutterleib sorgt, so kümmert man sich um die Verstorbenen mit diesen Ritualen, die Teil des Shraddha sind. Die Schwingungen durch die beim Shraddha rezitierten Mantren, der Segen des Priesters, das Wohlwollen der Angehörigen und das Opfern von Reis und andere rituelle Gebete bringen außerordentliche Ergebnisse, die logisch nicht erklärbar sind. Shraddha bildet eine Schutzhülle um den feinstofflichen Körper der Verstorbenen und hilft ihm Schwung zu bekommen. Diese Rituale nützen in der feinstofflichen Ebene der Höllenregion und der Unterwelt.

Anmerkung: Wie eine Mutter ihr ungeborenes Kind bis zur Geburt in ihrem Körper schützt, so schützen die Riten des Shraddha, wenn es durchgeführt wird, die Vorfahren mit einer Schutzhülle.

Das Shraddha Ritual muss von einem Mann durchgeführt werden. Eine alleinstehende Frau, deren Eltern gestorben sind und die keine männlichen Geschwister hat, kann einen Priester bitten, für sie das Ritual durchzuführen.

Wichtiger Hinweis: Es hängt von der spirituellen Emotion des Nachkommen während der Durchführung des Rituals ab, wie viel es dem verstorbenen Verwandten nützt. Je stärker die spirituelle Emotion des Nachkommens ist, während er am Ritual teilnimmt, desto besser hilft es dem Verstorbenen im Jenseits.

  • Die eigene Spirituelle Praxis steigern. Wenn man täglich Spirituelle Praxis macht, steigt der spirituelle Schutz gemäß der eigenen spirituellen Entwicklung. Das Chanten des Shri Gurudev Datta-Chants während Pitrupaksha verhilft den Vorfahren im Jenseits Schwung zu erhalten.

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